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Leitbild

der Lebenshilfe Northeim gGmbH

 

Historie und Angebote

Die Lebenshilfe Northeim gGmbH wurde im Jahr 1967 gegründet – zunächst mit der Aufgabe der sonderpädagogischen Betreuung behinderter Kinder.
Seit 1991 betreibt der Träger eine Wohnstätte mit 44 Plätzen für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Ergänzt wird dieses Angebot durch 2 Außenwohngruppen im Innenstadtbereich für 14 bzw. 7 BewohnerInnen.

1992 wurde das stationäre Angebot durch die Aufnahme des ambulant betreuten Wohnens erweitert.

Aufgrund der sich immer deutlicher darstellenden unterschiedlichen Bedarfe der Menschen mit Behinderung erfolgten im Jahr 2006 die Einrichtung eines Familienentlastenden Dienstes, sowie 2008 der Schulbegleitenden Hilfen. Seit Oktober 2010 besteht das Angebot einer Heiminternen Tagesstruktur für die Rentner der Wohnstätte und der Außenwohngruppen. Im Freizeitclub der Lebenshilfe Northeim werden monatlich attraktive Angebote von ehrenamtlichen Helfern organisiert.

Die ausdifferenzierte Angebotspalette des Trägers soll den unterschiedlichen Bedürfnislagen und Ressourcen von Menschen mit Behinderungen – und ihrer Angehörigen – Rechnung tragen, sowie natürlich der Tatsache, dass sich Hilfebedarfe alters-, entwicklungs- und situationsbedingt ändern können.

Durch regionale Vernetzungen, u.a. mit anderen Anbietern, sind bedarfsspezifische Differenzierungen der Angebote noch effizienter möglich. Insofern ist die Umsetzbarkeit gesellschaftlicher Aufgaben durch freie Träger, wie unsere Einrichtung, gewährleistet.

Selbstverständnis

Die Lebenshilfe Northeim gGmbH ist Gastmitglied im Diakonischen Werk der evangelischen Kirchen in Niedersachsen e.V. Insofern definiert die christliche Orientierung unser Menschenbild. Dies ist in Verbindung zu sehen mit dem fortschrittlichen pädagogischen Ansatz der Ressourcenorientierung anstatt der Sichtweise, dass ein Mensch mit Assistenzbedarf ein „defizitäres Objekt“ sei. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ermutigt sein, auf die Suche nach der individuellen Persönlichkeit zu gehen. Dieser Ansatz gilt für all unsere Betreuungsangebote.

Die Schlüsselbegriffe unseres Selbstverständnisses sind Normalität und Menschenwürde. Die zu betreuenden Menschen sind gleichberechtigte Mitglieder einer Gemeinschaft. Entsprechende Regeln des gemeinschaftlichen Miteinanders gelten für MitarbeiterInnen und BewohnerInnen / Betreute gleichermaßen.

Dort, wo aufgrund ausgeprägter Krankheit – oder Behinderungsformen – viel stellvertretendes Agieren unumgänglich ist, geschieht dies ebenfalls in menschenwürdiger Form, d.h. ohne ein Gefühl von Abhängigkeit zu vermitteln.

In diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass der Mensch mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf Assistenz hat, den wir zu verwirklichen haben; auch auf dieses Selbstverständnis legt unsere Einrichtung Wert!

Als Einrichtung der Eingliederungshilfe haben wir einen Förderauftrag, d.h. dass bei jedem Menschen mit Behinderung größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung das Ziel ist. Assistenz hat dort stattzufinden, wo sie …

  1. … gewünscht wird,
  2. … angebracht erscheint,
  3. … nötig ist.

Der in diesem Zusammenhang erneut angebrachte Begriff der „Normalität“ zeigt sich z.B. in unserem stationären Bereich auch darin, dass sich die Einrichtungen in Wohngebieten, teilweise im Innenstadtbereich, befinden und dass die Selbstversorgung primären Stellenwert hat.

Der Anspruch der von uns betreuten Menschen auf größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist für uns eine Selbstverständlichkeit. MitarbeiterInnen aller Teilbereiche der Einrichtung haben in dieser Hinsicht die Aufgabe, bedarfs- und interessengerechte Kontakte auch außerhalb der Einrichtungen zu schaffen und zu ermöglichen (Gemeinwesenarbeit). Beispielhaft können hier genannt werden: Kirchengemeinden, Vereine, ja sogar Parteien des demokratischen Spektrums. Die Leitungsgremien unterstützen dies durch Be-ziehungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ein offener Dialog mit der Umwelt öffnet Türen, auch und gerade wenn Verhaltensweisen von Menschen befremdlich wirken. Die Außenwirkung der Einrichtung und der mit ihr verbundenen Menschen hat daher einen wichtigen Stellenwert.

Ein weiteres Ziel und Selbstverständnis unserer Einrichtung ist das Wecken und Sicherstellen positiver sozialer Kompetenzen. MitarbeiterInnen üben hier insofern eine Vorbildfunktion aus. Dies betrifft den Umgang mit den Menschen mit Behinderungen, den Umgang der MitarbeiterInnen untereinander, den Umgang zwischen Geschäftsführung und MitarbeiterInnen und den Umgang mit externen Personen und Institutionen.

Das Verhältnis von Geschäftsführung zu MitarbeiterInnen wird ebenfalls durch den Begriff der Ressourcenorientierung geprägt, d.h. gegebene oder potentielle menschliche oder fachliche Qualitäten werden ermutigend bestätigt oder geweckt.

Qualitätssicherung

Die Qualität und das Selbstverständnis unserer Einrichtung wird auf verschiedene Weise sichergestellt.
Im stationären Bereich geschieht dies durch die Heimaufsicht, in den ambulanten Bereichen durch Qualitäts- und Prüfungsvereinbarungen mit den Kostenträgern.
Die MitarbeiterInnen nutzen geeignete Fortbildungsmöglichkeiten und multiplizieren diese Erkenntnisse im Hause. Supervision wird im Bedarfsfall ermöglicht.
Die weitestgehende Mitgestaltung der NutzerInnen wird durch die gewählte Bewohnervertretung sichergestellt. Ebenso existiert ein Elternbeirat.
Zur permanenten Selbstüberprüfung der Einrichtung existiert eine feste Arbeitsgruppe aus MitarbeiterInnen, Elternvertreter, Heimleitung und Geschäftsführung. Dieses Gremium dient fortlaufend der Qualitätssicherung. Ergebnisse und Beschlüsse dieser Arbeitsgruppe werden jeder mit der Einrichtung involvierten Person zur Kenntnis gebracht und umgesetzt.

Lebenshilfe Northeim gGmbH
Bergmühlenweg 2
37154 Northeim
Telefon 05551 91418-0
Telefax 05551 91418-14

Spendenkonto: Lebenshilfe Northeim e.V. | Kreis-Sparkasse Northeim | IBAN: DE 45 2625 0001 0000 0177 07